Die attraktiven Steuervergünstigungen sowie die staatliche Einspeisevergütung und Inanspruchnahme weiterer PV-Förderprogramme machen die Anschaffung einer Photovoltaikanlage für Hausbesitzer sehr attraktiv. Wir geben den Überblick über die aktuelle Photovoltaik Förderung.
Hinweis: Die hier aufgeführten Förderprogramme richten sich vor allem an Privatpersonen. für andere Fördermöglichkeiten empfehlen wir die Förderdatenbank des BMWK . Alle Informationen im Artikel beruhen auf einer ausführlichen Recherche Mitte Januar 2026. Falls Ihnen neuere Informationen zu den Förderprogrammen bekannt sind, melden Sie sich gerne bei uns.
Bevor wir die Förderungen und Zuschüsse im Detail erklären, hier alle Möglichkeiten im Überblick:
In Deutschland hat das Jahressteuergesetz bereits zum 1. Januar 2023 einige Steuererleichterungen für private Solaranlagen mit einer Leistung von bis zu 30 kWp festgelegt.
Die wichtigste Information: für die PV-Anlage muss man Nachhaltig & zukunftssicher investieren, Einkommensteuer und Gewerbesteuer mehr zahlen – dadurch hat man im Vergleich zu früher einen Preisvorteil von 19 %!
Die Einspeisevergütung ist eine staatliche Förderung, die Betreiber von Photovoltaikanlagen für den Solarstrom erhalten, den sie in das öffentliche Stromnetz einspeisen.
Das Prinzip dieser Förderung ist einfach: für jede Kilowattstunde (kWh) Solarstrom, die nicht selbst verbraucht, sondern in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird, erhält man vom Netzbetreiber eine festgelegte Vergütung. Die Höhe der Einspeisevergütung ist gesetzlich geregelt und hängt davon ab, wann die Photovoltaikanlage in Betrieb genommen wird, wie groß sie ist und ob man Voll- oder Überschusseinspeisung betreibt.
Aktuell liegt die Einspeisevergütung bei rund 8 Cent pro Kilowattstunde. Genauere Informationen zu diesem Förderprogramm finden Sie hier: Einspeisevergütung 2026
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet verschiedene Solarförderungen an, die man als Hausbesitzer nutzen kann. In den folgenden Absätzen geben wir einen kurzen Überblick über die aktuellen Fördermöglichkeiten. In diesem Artikel sind alle Detailinformationen: KfW-Förderung Photovoltaik
Der KfW-Förderkredit 270 žErneuerbare Energien – Standardœ bietet zinsgünstige Kredite für Anlagen an, die Strom oder Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugen. Dazu gehören auch Photovoltaikanlagen.
Der KfW-Kredit 261 ist ein Wohngebäude-Kredit für die Sanierung. Dementsprechend richtet er sich an alle, die ein Gebäude energieeffizienter machen wollen und dafür Sanierungsmaßnahmen planen. Wichtig: Die Maßnahmen müssen das Gebäude mindestens zu einem KfW-Effizienzhaus 85 machen.
Grundsätzlich gelten in allen Bundesländern die nationalen Förderungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die staatliche Einspeisevergütung oder KfW-Kredite. Darüber hinaus gibt es aber auch regionale Solarförderungen, die interessant sein könnten. Die Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten regionalen Förderprogramme. Der Klick auf das jeweilige Bundesland führt zu allen Detailinformationen.
Ein Solarkredit ist ein spezieller Kredit zur Finanzierung von Solarthermie- und Photovoltaikanlagen. In der Regel handelt es sich um einen Ratenkredit, der von einer Bank oder einem anderen Finanzinstitut angeboten wird. Mit diesem Kredit kann der Kunde die Kosten für den Bau und die Inbetriebnahme einer Solaranlage finanzieren. Die Besonderheit dabei ist, dass die notwendige Sicherheit für die Bank durch die staatlich geförderte Einspeisevergütung geregelt werden kann. Da diese Vergütung jedoch kontinuierlich sinkt und nicht durch z. B. Versicherungsfälle abgesichert ist, werden häufig weitere Sicherheiten verlangt. In diesem Artikel sind alle Informationen zum Thema: Solarkredit
Der klassische Weg zur PV-Anlage ist immer noch der Kauf inklusive Kreditaufnahme bei der Hausbank. In den letzten Jahren wurden aber verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten als beliebte Alternativen etabliert, die die Anschaffung einer Solaranlage erleichtern und Hausbesitzer unabhängig von Hausbanken machen.
Ecowatt hat für seine Kunden die Finanzierung eingeführt. Die Vorteile: 0 € Anzahlung, maximale Flexibilität und ein stressfreier Prozess. Denn bei Ecowatt kommen Solaranlage und Finanzierungslösung aus einer Hand. Die Vorteile im Überblick:
Auf Wunsch können Kunden auch ein monatlich kündbares Service-Paket dazubuchen.
Aus diesen Gründen entscheiden sich bereits über 80 % der Ecowatt Kunden für die
Finanzierung.
Es ist nicht genügend Platz für eine Solaranlage , man will aber trotzdem eigenen Strom produzieren? Dann ist eine Mini PV-Anlage (žBalkonkraftwerkœ) eventuell passend. Mini PV-Anlagen sind viel kleinere Photovoltaikanlagen, die ausschließlich der Stromversorgung des privaten Haushalts dienen. Im Gegensatz zu den großen Anlagen ist es nicht möglich, Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen und dabei eine finanzielle Vergütung zu erhalten. Mehr Informationen dazu hier: Balkonkraftwerk
Je höher der Eigenverbrauch, desto weniger Strom muss man aus dem Netz beziehen. Deswegen entscheiden sich Hausbesitzer in der Regel für eine Photovoltaikanlage mit Speicher. So können sie den günstigen Solarstrom speichern und zeitunabhängig verbrauchen. Sowohl bundesweit als auch regional gibt es verschiedene Förderprogramme, die bei der Anschaffung eines Stromspeichers unterstützen. Alle Informationen dazu hier: Stromspeicher Förderung
Nein, das BAFA fördert Photovoltaikanlagen aktuell nicht. Man kann sich lediglich eine Energieberatung bezuschussen lassen. Alle Informationen dazu hier: BAFA-Förderung Photovoltaik
Alle anderen Förderprogramme des BAFA in der Übersicht hier: BAFA Förderung
Das Solarpaket 1 ist im Mai 2024 in Kraft getreten und zielt darauf ab, bürokratische Hürden beim Ausbau erneuerbarer Energien abzubauen. Es vereinfacht und beschleunigt den Ausbau von Aufdach-Photovoltaikanlagen, Balkonkraftwerken, gewerblichen PV-Großanlagen und Freiflächen-PV.
für private PV-Anlagen wurden keine neuen Förderungen beschlossen. Alle weiteren Informationen in diesem Artikel: Solarpaket 1
Das Solarspitzengesetz gilt seit Februar 2025 und hat direkte Auswirkungen auf die Einspeisevergütung neuer Photovoltaikanlagen. Die wichtigste Änderung: Seit dem 25. Februar 2025 erhalten neue Anlagen in Stunden mit negativen Strompreisen an der Börse keine Vergütung mehr. Zusätzlich bereitet das Gesetz weitere Anpassungen der EEG‘Vergütung ab 2026 vor.
für Hausbesitzer bedeutet das: Eigenverbrauch und intelligente Steuerung der Anlage werden noch wichtiger, um die Wirtschaftlichkeit zu sichern. Alle Details zum Solarspitzengesetz finden Sie hier: Solarspitzengesetz 2025

Photovoltaik Förderprogramme sind ein wichtiger Faktor für den weltweiten
Ausbau von Solarenergie. Sie ermöglichen Investitionen in Solaranlagen,
Stromspeicher und andere Komponenten, mit denen grün, günstig und
unabhängig Strom erzeugt werden kann. Mit den oben beschriebenen deutschen
Photovoltaik Förderungen im Hinterkopf haben wir uns gefragt, wie weit die
Energiewende international schon ist und welche Förderprogramme dabei
möglicherweise besonders geholfen haben.
Um diese Fragen zu beantworten, haben wir uns zunächst angeschaut, in
welchen Nationen der Anteil der Solarenergie am höchsten ist. Dafür haben
wir die Energiedaten von insgesamt 37 OECD-Nationen und zehn weiteren
Ländern, basierend auf Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) seit
Januar 2022 erfasst und ausgewertet.
In diesen Nationen ist der Anteil an Solarenergie am höchsten
Im Schnitt sind 15,8 Prozent des produzierten Stroms in Chile auf
Solarenergie zurückzuführen – damit ist das südamerikanische Land der
Spitzenreiter im weltweiten Vergleich. Knapp dahinter folgt Australien mit
anteilig 15,2 Prozent. Vervollständigt werden die Top 3 durch die
Niederlande, die mit 14,9 Prozent europäischer Spitzenreiter sind.
Deutschland hat es mit 10,9 Prozent immerhin auf Platz 9 in der Rangliste
geschafft.
Wie hoch der durchschnittliche Anteil an Solarenergie pro Nation ausfällt,
zeigt diese Tabelle:
Und so haben sich die Zahlen pro Monat entwickelt:
In diesen Nationen ist der Anteil an Solarenergie in den ersten Monaten
2023 angestiegen
In den ersten vier Monaten des Jahres konnte vor allem Kroatien die
monatliche Produktion von Solarenergie um durchschnittlich 197,2 Prozent
steigern. Auch in Kanada und Brasilien ist der Anstieg mit 92,8 bzw. 67
Prozent groß. Zurückgegangen ist der Anteil Anfang 2023 hingegen in
Litauen: 30,5 Prozent weniger Solarenergie wurden in dem Land produziert,
verglichen mit den ersten vier Monaten 2022. Auch Kolumbien und Tschechien
sind mit einem Minus in das neue Jahr gestartet (minus 24,4 bzw. 23,1
Prozent).
Wie sich die Produktion von Solarenergie in den ersten Monaten des Jahres
2023 entwickelt hat, verrät die Übersicht:
Deutschland konnte ebenfalls nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen:
Zwischen Januar und April 2023 hat sich die produzierte Solarenergie um
durchschnittlich 9,4 Prozent verringert. Das lag vor allem am
regenreichsten März seit 2001: Während 2022 in dem Monat noch 5.728
Gigawattstunden an Solarenergie erzeugt wurden, sind es im März 2023 nur
3.959 Gigawattstunden.
In diesen Nationen ist die Gesamtproduktion von Solarenergie am höchsten
Im Hinblick auf die absoluten Zahlen liegt mit China mit einer
Gesamtproduktion von 416.271 Gigawattstunden pro Jahr vor den USA und
Japan (188.300 bzw. 93.265 Gigawattstunden). Auch in Indien wird mit
92.198 Gigawattstunden viel Solarenergie produziert. Deutschland
komplettiert mit 57.895 Gigawattstunden die Top-Fünf. In Nordmazedonien,
Serbien und Lettland ist die Gesamtproduktion von Solarenergie hingegen
überschaubar: 33,8, 14,6 bzw. 6,7 Gigawattstunden stehen jährlich auf dem
Konto der drei europäischen Nationen. Einen Überblick über die
produzierten Gigawattstunden Solarenergie je nach Nation finden Sie hier:
Und so haben sich die Zahlen pro Monat entwickelt:
Im zweiten Schritt unserer Analyse haben wir die
Photovoltaik-Förderprogramme in sämtlichen EU-Länder recherchiert,
insbesondere Einspeisevergütungen und finanzielle Zuschüsse für private
PV-Anlagen. Im Folgenden haben wir die Ergebnisse im Detail aufbereitet.
Fast jedes EU-Land bietet nationale Förderprogramme
Die meisten EU-Länder haben den Ernst der Lage erkannt und wissen, dass
die Energiewende essenziell zur Lösung der Klimakrise ist. Dies zeigt
sich auch in der Untersuchung. Die meisten EU-Länder bieten finanzielle
Förderungen für private PV-Anlagen an. Dabei vergüten manche Länder den
Einbau von Solaranlagen, während andere wiederum eine Prämie auf
eingespeiste Kilowattstunden leisten. Lediglich Finnland und Estland haben
keine nationalen Förderprogramme.
In Luxemburg ist die Einspeisevergütung am höchsten
Eine der verbreiteten Photovoltaik-Förderprogramme ist die sogenannte
Einspeisevergütung: Pro eingespeister Kilowattstunde Strom bekommt man als
Privatperson einen bestimmten Geldbetrag vom Staat. Insgesamt vier
EU-Länder bieten solche Subventionen auf nationaler Ebene an: Deutschland,
Italien, Frankreich und Luxemburg. In Deutschland fällt diese am
geringsten aus. Italien und Frankreich landen beide auf dem zweiten Platz
mit mindestens 10 Cent. Am meisten gibt es in Luxemburg: Hier erhalten
Betreiber:innen mindestens 15,5 Cent pro eingespeiste kWh.
Griechenland bietet die höchsten Zuschüsse
Eine weitere Subventionsmöglichkeit ist die Bezuschussung der Installation
von Photovoltaikanlagen. Hierbei bekommen Privatpersonen einen festen
Geldbetrag vom Staat als Zuschuss. Insgesamt 19 Länder innerhalb der EU
fördern den PV-Ausbau auf diese Art. Griechenland ist hier potenziell am
großzügigsten. Bis zu 16.000 Euro zahlt das Land, abhängig von der Anlage,
für den Einbau an einen Privathaushalt – Spitzenplatz des Rankings. Auf
Platz zwei landet Schweden mit einer Förderhöhe von bis zu 8.400 Euro für
eine PV-Anlage. Das Siegertreppchen vollendet Bulgarien. Hier erhalten
Interessierte bis zu 7.660 Euro für den Einbau.
In der Slowakischen Republik wird der Einbau weniger stark bezuschusst.
Einmalig 1.500 Euro erhalten Privatpersonen hier für den Einbau – und
landen damit auf dem letzten Platz des Rankings. Etwas mehr gibt es in
Polen, wo Interessierte 1.540 Euro maximal erhalten. Irland landet auf dem
drittletzten Platz mit 2.400 Euro Einmalzahlung je nach Größe der Anlage.
Alle Zuschüsse finden Sie hier im Überblick:
Sind die Photovoltaik Förderungen effektiv?
Wenn wir den Vergleich zwischen žWer produziert anteilig am meisten
Solarenergie?œ und žWer fördert den PV-Ausbau mit Förderprogramme?œ sehen
wir eine deutliche Überschneidung. Griechenland, Ungarn, Zypern,
Deutschland, Luxemburg und viele weitere Länder haben aktive
PV-Förderprogramme und sind auch bei der Solarstromerzeugung vorne dabei.
Dementsprechend wird klar, wie wichtig die Photovoltaik Förderung für die
Energiewende ist.
Das haben wir untersucht:
für die Analyse wurde die absolute sowie die anteilige Produktion von
Solarenergie an der gesamten Energieproduktion 2022 in insgesamt 47
Nationen mit Daten der Internationalen Energieagentur ermittelt. Dazu
gehören insgesamt 37 OECD-Länder, sowie zehn weitere Nationen. Außerdem
wurden die Entwicklungen zwischen Januar und April 2023 mit den
Vorjahresmonaten verglichen.
Außerdem recherchierte Ecowatt Zuschüsse für den Einbau oder den Betrieb
von Photovoltaikanlagen für sämtliche Länder in der EU. Als Quellen wurden
die Onlineauftritte relevanter staatlicher Stellen verwendet. In Belgien,
Slowenien, Zypern und Litauen wird die Subvention nach verbauter Leistung
berechnet. In Luxemburg wird ebenfalls eine Subvention von maximal 500
Euro je Kilowattpeak bezahlt. für Kroatien konnten keine Daten gefunden
werden.
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